Schon kleine Veränderungen machen oft einen großen Unterschied, wenn es darum geht, Stress bei der Arbeit zu verringern und Motivation und Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Klare Zuständigkeiten, eindeutige Kommunikationswege, verlässliche Pausenregelungen oder größere Handlungsspielräume gehören dazu. Anlässlich der bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit vom 10. bis 20. Oktober 2026 weisen Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) darauf hin, wie wichtig eine gesundheitsgerechte Gestaltung von Arbeit ist. Die Aktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“.
Die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, spielt für Unternehmen vor dem Hintergrund des abnehmenden Fachkräfteangebots nach wie vor eine große Rolle. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Gefährdungsbeurteilung. Sie hilft Unternehmen dabei herauszufinden, welche konkreten Maßnahmen geeignet sind, um erkannte Gefährdungen wie beispielsweise hohen Arbeitsdruck, häufige Unterbrechungen oder Konflikte im Arbeitsalltag zu reduzieren. Orientierung hierbei gibt der von der DGUV entwickelte “Erfahrungsschatz Arbeitsgestaltung” (ESA). Das Online-Angebot bündelt bewährte Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Branchen. Zu jedem Beispiel werden typische Belastungssituationen beschrieben, mögliche Gefährdungen benannt, Schutzziele formuliert und konkrete Maßnahmen vorgeschlagen.
„Dieser Ansatz soll Unternehmen und Einrichtungen dabei helfen, systematisch und wirksam vorzugehen“, so Dr. Stephan Fasshauer, Hauptgeschäftsführer der DGUV und amtierender Vorsitzender der Nationalen Präventionskonferenz (NPK). „Nicht jeder Betrieb muss bei null beginnen. Viele haben bereits erfolgreich Maßnahmen entwickelt, die auch anderen als Anregung dienen können. Der ESA macht dieses Wissen zugänglich und unterstützt damit die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Stärkung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz, einem Schwerpunktthema der Nationalen Präventionskonferenz im Jahr 2026.“
Die gesetzliche Unfallversicherung unterstützt Unternehmen und Einrichtungen dabei, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen. Ziel ist es, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren möglichst zu verhindern.
Weitere Informationen
Der Erfahrungsschatz Arbeitsgestaltung ist hier abrufbar.
Die Träger der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) – die Spitzenorganisationen der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung sowie der sozialen Pflegeversicherung – haben den Schutz und die Stärkung der psychischen Gesundheit als gemeinsames arbeitsweltbezogenes Ziel der Nationalen Präventionsstrategie verankert. Weitere Informationen zur Nationalen Präventionsstrategie finden sich unter www.npk-info.de.
Informationen zur Woche der Seelischen Gesundheit bietet das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit unter www.seelischegesundheit.net.
