Inhaltsbereich

Renten an Versicherte (Verletztenrente)

Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit (MdE) infolge eines Versicherungsfalles über die 26. Woche nach dem Versicherungsfall hinaus um wenigstens 20 vom Hundert gemindert ist, haben Anspruch auf Rente.

Rentenberechnung
Die Höhe der Rente ist vom Jahresarbeitsverdienst und der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) abhängig. Bei Verlust der Erwerbsfähigkeit (= 100 %) wird Vollrente geleistet; sie beträgt zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes. Bei einer MdE wird Teilrente geleistet; sie wird in der Höhe des Vomhundertsatzes der Vollrente festgesetzt, der dem Grade der MdE entspricht.

Berechnungsbeispiel: Der Versicherte ist infolge eines Versicherungsfalls auf dem linken Auge erblindet. Die MdE wird auf 30 % geschätzt. Der Jahresarbeitsverdienst beträgt 30.000,- Euro.

Vollrente jährlich: 2/3 von 30.000,- Euro= 20.000,- Euro
Teilrente jährlich: 30% von 20.000,- Euro= 6.000,- Euro
Teilrente monatlich: 1/12 von 6.000,- Euro= 500,- Euro

Rentenbeginn

Rentendauer
Die Rente wird gewährt, solange der Versicherte in seiner Erwerbsfähigkeit um wenigstens 20 % gemindert wird. Der Anspruch endet spätestens mit dem Tode des Versicherten.

Änderung und Entziehung von Renten
Tritt in den Verhältnissen, die für die bisherige Rentenfeststellung maßgebend waren, eine wesentliche Änderung ein, kann die Rente bei einer Verschlimmerung oder Besserung erhöht, herabgesetzt oder entzogen werden.


Boxen Fußzeile

nach oben