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Reißverschlussverfahren: Zu frühes Einfädeln ist gefährlich

VDSI und DVR informieren


Egal, ob Urlaubsreise oder die tägliche Pendelstrecke zur Arbeit – wer mit dem Auto fährt, braucht starke Nerven. Unfälle, Baustellen und andere Fahrbahnverengungen führen vor allem auf Autobahnen häufig zu Staus – auch, weil viele Autofahrerinnen bzw. -fahrer sich nicht immer richtig verhalten.

Dabei ist das Vorgehen in solch einem Fall in § 7 Absatz 4 der Straßenverkehrsordnung eindeutig geregelt. Wenn auf einer Straße mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung ein Fahrstreifen endet oder wegen eines Hindernisses nicht weiter befahrbar ist und sobald der Verkehr so dicht ist bzw. die Abstände der Fahrzeuge untereinander so gering sind, dass ein Einordnen auf den durchgehenden Fahrstreifen mit ausreichendem Abstand nicht mehr möglich ist, ist das sogenannte Reißverschlussverfahren anzuwenden. Dabei ordnen sich die Fahrzeuge abwechselnd hintereinander auf der weiterführenden Spur ein. Was viele aber nicht wissen: Das abwechselnde Einfädeln beginnt erst unmittelbar vor Beginn der Verengung. „Viele Fahrerinnen und Fahrer wechseln schon mehrere hundert Meter vor der Verengung die Spur. Das kann je nach Verkehrsdichte dazu führen, dass das Stauende sich weiter nach hinten verschiebt. Abrupte Spurwechsel erhöhen außerdem die Gefahr von Unfällen“, warnt Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). „Im Gegenzug müssen die Fahrerinnen bzw. Fahrer auf der freien Spur den anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern natürlich die Möglichkeit geben, sich dort einzufädeln.“

Unterwegs – aber sicher!

Die zentrale Schnittstelle der Aktivitäten von VDSI und DVR liegt in der Verkehrssicherheit bei der Arbeit – etwa in der Prävention von Wegeunfällen oder in der Sicherung von Lade- und Transportvorgängen. Um die Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema zu stärken, haben beide Verbände den Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher!“ ins Leben gerufen. Hier werden herausragende Lösungen für mehr Sicherheit auf Dienst- oder Schulwegen bzw. im innerbetrieblichen Verkehr prämiert. Die Siegerprojekte des diesjährigen Wettbewerbs werden am 19. Oktober 2017 im Rahmen der A+A in Düsseldorf prämiert. Mehr Informationen finden sich ebenfalls unter www.vdsi-unterwegs-aber-sicher.de.


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