| Lärm |
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| Donnerstag, 2. April 2009 | |
Ruhe jetzt! Gesunde Kinder brauchen leise Töne
Permanente Geräusche stressen schon Vorschüler – 29. April: Tag gegen Lärm
So ein Tag im Kindergarten kann ganz schön laut
sein: bimmelnde Spielzeughandys, tutende Feuerwehrautos, brüllende
Gleichaltrige, eine quietschende Schaukel. Doch diese aufdringliche
Geräuschkulisse schadet den Kleinen: Schon etwa jedes dritte Kind hat
bei der Einschulung keine altersgemäße Hörwahrnehmung. Darauf weist die
Unfallkasse Saarland (UKS) hin. Anlass ist der internationale „Tag
gegen Lärm“ am 29. April.
Hörschäden, Konzentrationsschwierigkeiten
Lärm hat gravierende Folgen: Ständige Beschallung quält das empfindliche Gehör und macht Kinder aggressiv und nervös. Damit nicht genug: Lärmgestresste Kinder bleiben in ihrer Sprachentwicklung und Konzentrationsfähigkeit häufig hinter denen zurück, die ihre Ruhe haben dürfen. Die UKS appelliert daher an Eltern, zu Hause Ruhe-Inseln zu schaffen und „auch auf das eigene Hörverhalten zu achten“, so Geschäftsführer Thomas Meiser: Stundenlanges Musikgedudel zerre schließlich auch an erwachsenen Nerven.
Hör-Spiele
Hör-Spiele machen müde Ohren wieder fit. „Geräusche merken“ ist eins davon. Es wird am besten im Freien gespielt. Benötigt wird nur eine Uhr. Die Mitspieler (Anzahl egal) sagen eine vorher festgelegte Zeit lang nichts, horchen auf Geräusche und merken sie sich. Dann nennt jeder Mitspieler die Geräusche, die er gehört hat. Wer Lust hat, kann sie auch nachmachen (gibt Extra-Punkte). Der Mitspieler, der das Meiste gehört hat, hat gewonnen.
Ein anderes Hör-Spiel (für drinnen, ab drei Mitspielern): Ein Kind sucht Dinge zusammen, mit denen es Geräusche erzeugen kann. Es baut sie so auf, dass die anderen Kinder nichts sehen können (z.B.: Vorhang, Sessel). Dann macht es Geräusche. Das Kind, das als erstes errät, welches Geräusch das ist, bekommt einen Punkt. Gewonnen hat das Kind mit den meisten Punkten.
Vorlesebuch: Upsi und der laute Seebär
Für Eltern, die noch mehr tun wollen, gibt es ein Vorlesebuch für Kinder im Kindergartenalter: „Upsi und der laute Seebär“. Upsi, ein Schiffsjunge, wird von zwei Pelikanen zur Hilfe geholt: Sie wollen endlich wieder schlafen können. Das geht aber nicht, weil der laute Seebär ununterbrochen seine Lieder dröhnt. Sorgen Upsi und seine Freude endlich für Ruhe?
Bezugsadresse:
„Upsi und der laute Seebär“ gibt es gegen vorherige Einsendung von Briefmarken im Wert von vier Euro bei: DSH, „Lärm-Upsi“, Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg.
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. April 2009 ) |


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